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                                               Der heilige Ring

                                          Zur mythischen Bedeutung der ´Torques´

Problem: Geschlossene Ringe um den Hals, im Durchmesser zu klein, um
                              über den Kopf gestreift zu werden

                 a b   c  d    

a)  Halsring Dänemark, Bronzezeit
b)  Bronzezeit, Norddeutschland. Offener Halsring,  einzelne  Arm- und Bein-
      ringe.  Eine Tragweise von Ringen wie in  Ägypten

c)
  An Stelle der einzelnen Ringe, mehrfach  ´gewickelte Ringe´.

d)
 die Beine von >c<. Unter  den Spiralringen an beiden Beinen ein  offener
      Ring  auslaufend  in Spiralen.  Die  Grundform der  Doppelspirale .später
      auf den Ionischen Säulen
   . ( Spiralen werden als Symbol der Sonnenbahn gedeutet)

       a  b c   

a)  Georgien  3.Jhd.v.Chr. Plastisch dargestellte Frauenstatuette aus Bronze
trägt  goldene  Armreifen,  Ohrring und  Halsring. Der Goldschmuck wurde in
allen Fällen aus dünnem Draht hergestellt.
b)  Georgien,  Statuette 25 cm, 3.Jhd.v.Chr. Eisen, Gold. Sie trägt Armreifen
und Ohrringe aus dünnen Golddraht  und einen  tordierten Halsring. Auf  dem
Kopf sind vier ´Dutts´ zu erkennen, auf denen runde Scheiben aus Goldblech  (Haarschmuck oder Spange)  aufgesetzt  wurden,  die  rings  um  einen  zentralen
Buckel mit einer Art Tannenzweigmuster  verziert sind.
c)  Im  Genfer See  bei Villenneuve  wurde  eine Holzstatuette  gefunden. Sie
trug  einen  Halsring  und hatte  in einer  Spalte im Holz der Armgegend  drei
Muenzen aus keltischer Zeit.  Der  Lohn für den  Fährmann  für die Fahrt zum
>heiligen n<  Horizont?

War die Fährmann-Horizont / Ring  Überlieferung in germano- keltischer Zeit
mehr oder  weniger noch am Leben?
(Das keltsiche Jahrtausend, H.Dannheimer, R.Gebhard 1993)

Die Bedeutung dieser Spiralen und Ringe ist  bislang spekulativ.  Die  Ringe
waren in  Europa  und im  Nahen  Osten ein  weit  verbreitetes  Statussymbol .
Die Ringe könnten auf Grund  ägyptischer  Hinweise  als Symbol  eines  gött-
lichen Horizonts definiert  twerden .Horizont= Treffpunkt  von  Mensch und Gott

Problem:   Warum  Ringe und  Spiralen  getragen wurden ist nicht gesichert.
Es fehlt ein srukturierter Kontext. Weiterführend vielleicht  ein verwunderlicher
Fund  in  Mitteldeutschland.

Geschlossene  Halsringe,  im  Durchmesser  zu klein, um sie über den Kopf zu                                                           ziehen zu können.
                        Eine ´beabsichtigte´ praktische Unmöglichkeit ?.

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               Eisenzeitlicher Trachtenschmuck der Mittelgebirgszone
                            zwischen Rhein und  Thüringer Becken.

                      Geschlossene Bronzehalsringe mit Gussresten
                           (etwa 107 Exemplare aus 104 Gräbern)
                                           
( Mainz 1992)  R.Heynowski

     

                                    Innendurchmesser geschlossener Halsringe

                   
                                    geschlossene Halsringe in situ mit Guszapfen
"Unter den  Halsringen   nehmen die  geschlossenen  Bronzehalsringe  in ver-
schiede ner Hinsicht eine Sonderstellung ein. Es sind schlichte, rundstabige,
geschlossene Ringe  von 11.0 - 21.0 cm Durchmesser.---------Ein charakteri-
stisches  Merkmal  der Ringe  ist die unsaubere  Verarbeitung. Die Stücke
sind durch  Guss  in verlorener Form  hergestelt und  liegen  überwiegend
ohne nennenswerte Weiterverarbeitung  vor------------ Perlige Gussreste und
Grate vervollständigen den Eindruck einer Rohform.  Doch liegen mit diesen
Ringtypus gewiss keine Halbfabrikate vor, denn  die Ringe wurden in dieser
Form getragen. Einen technischen Grund, d ie Ringe halbfertig  zu belassen,
gibt es nicht, es muss folglich ganz bewusst und gewollt so verfahren worden
sein. Die auffällig   grossen Gusszapfen  unterstreichen dies nur  zu deutlich
.-------In  den  Körpergräbern befinden sich die Ringe in allen beobachteten
 Fällen am  Hals, bei einem Exemplaren  mit Gusszapfen sitzt dieser jeweils
im Nacken. Bei einigen  Ringen  lassen sich Reste von  Umwicklungen aus
organischem Material  feststellen"
.----- (Blätter ?)

"Eine Erklärung für die ungewöhnliche Roheit der Ringe  kann in Hinblick auf
die
Tragweise versucht werden. Es zeigt  sich das Problem,  dass  die Rnge
gewiss um
den  Hals getragen  wurden, aber zu klein sind,um über den Kopf
gestreift zu werden.
Dies kann  nur bedeuten,  dass  die Halsringe bereits im Kindesalter angelegt wurden. Bei dem  ausserordentliich kleinen Innendurch-
messer (Abb.1) muss das Anlegen
des Ringes schon in den ersten Lebens-
monaten des Kindes geschehen sein, in
der Regel kaum noch nach dem 2-3 Lebensjahr. Mit dem fortschreitenden Wachstum des Schädels liess sich der
Ring nicht mehr ohne weiteres ablegen, sondern
blieb städndig um den Hals.
Gerade  diese  feste Bindung  der Ringe an  den  Körper
muss  beabsichtigt
gewesen  sein. Dabei ist   anzumerken, dass  der geschlossene
 Halsring an
sich  nicht zu den gewöhnlichen  Formen der Zeit gehören. All dies
weist den
Ringen einen besonderen Symbolcharakter zu,  der durch   die rohe  äussere

Form unterstrichen wird
"
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Zwei technische Möglichkeiten
1.)
Der Ring wurde bereits einem Kind angelegt .
Mit wachsendem Schädel- durch
messer wurde der  Ring ´fest´ mit dem Körper verbunden
2.)
Der Ring wurde einem Toten in situ ´angegossen´

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                                           Weiterführend vielleicht die Frage:


                         Welche erwartete Bedeutung hatte der goldene Halsring
                             und der  primitive Gussring als Gra
bbeigabe

Nur ein  Hinweis auf  den   Stand des  Verstorbenen?  Jeder
entsprechend seinen  materiellen  Möglichkeiten?     Bronze,
nur flüchtig bearbeitet für die Unterschicht, aber Gold für den
hoch gestellten Adeligen ?  Zumindest  beiden  gemeinsam :
       Sie liegen im Grab und wollen auf die Reise gehen!

Sterbender Gallie.(klick)

Ein Gallier stirbt , nacked  mit  einem Ring
um den Hals. Sinnvoll, wenn  der  Ring den
Verstorbenen als  Mitglied einer Religions-
gemeinschaft ausweisen soll.


Vergleichbar Cheops,der mit dem Namen  seiner Pyramide  offenbart, dass
er  zum   Horizont,   zum  > Ring<  der  Götter gehört .Oder  der  Ägypter, der
darauf hinweist,dass er seinen Ring- ´circlet´ in der Hand hat .

Egyptean Coffin text. 586  *Hail to you, O Re, wearing your circlet!  May you
 proceed to the councel chamber and reckon up your fathers who whatch for
him  who  destroys  doubles.  O  Blue-eyed  one  who  freshens eyes, whose
power is severe--- Re in his circlet —--- Re will stand up, for I have my circlet
 which is in my hand
(2100-1900 B.C.)

Hypothese:   Wenn  der Tote  auf  seinem Weg  ins Jenseits den Ring nicht
verliert, dann  bleibt  er erkennbar als  Mitglied  einer Glaubensgemeinschaft .
Wie später  der  ertrunkene  Seemann, der  mit  einem  tätowierten  Kreuz er-
kennbar als Christ voller Hoffnung beim Petrus´ erscheint .
(wird erzählt)
               

             
          Der Ring könnte ein *Pass*  fürs Jenseits gewesen sein

Gusszapfen 14.09.04 up

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