Der Kosmos und der ´Glaube´
                   in den  Pyramidentexten, der Edda und der Gotik

                        

Auf  den  ersten  Blick wohl   verwunderlich,  weil  hier  zwei  Texte  verglichen        
werden, die räumlich und kulturell weit entfernt viertausend Jahre auseinander
liegen.  Zudem zwei  Kulturgebiete,  die  bislang ´sinnvoll ´ kaum  miteinander
verbunden werden  können.  Im Süden  gewaltige Pyramiden,  im Norden  nur
einfache Megalithgräber, errichtet aus rohen grossen  Felsbrocken.

Der Schlüssel zum gemeinsamen Verständnis von Nord und Süd  könnte die
technisch - mechanische Deutung des Kosmos gewesen sein. Sonne, Nacht,
Blitz, Donner, Regen, Kälte, Hitze, Geburt und Tod bedürfen  einer  Erklärung.
Zwei Möglichkeiten

1)
Naturwissenschaftlich,  physisch  gegründet  auf  einer  Wenn-Dann Logik.
Zum Beispiel bei den Pythagoräern :" Alles ist Zahl."                (Naturreligion)
                                    600 v. Unteritalien

2) Metaphysisch gegründet : Es werden Götter erdacht. (´norm´. Religionen)
                       

                                     Ein Versuch                           
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         Kosmos.  

Naiv   betrachtet  ist  am  Anfang  für  einen   Betrachter  des  Kosmos alles 
ganz einfach, sogar der Himmel. Überall auf  er Welt wölbt  sich der
Himmel
wie eine grosse Käseglocke über den Menschen.

Für  jeden  Betrachter  sind auf  dieser Glocke  leuchtende ´Punkte´ zu sehen,.
Punkte, die ihre Position gegeneinander nicht verändern. Demnach müssten
sie auf irgend etwas befestigt sein.  Es sind Fixsterne.

Sie drehen sich zudem gemeinsam  um  einen bestimmten Punkt. Es ist die
Gegend  des  heutigen  Polarsterns, dem  Drehpunkt  einer denkbaren  Welt-
achse. Ein  einfaches mechanisches Modell für den Menschen, zumindest in
nördlichen Breiten  ständig  sinnlich  erfahrbar  und  aus eigener  technischer
Erfahrung vordergründig erklärbar.
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Die ältesten Schriften der Menscheit sind die Pyramidentexte.  Die Schriften
sind in den Königspyramiden der 5.und  6..Dynastie  2500-2200 v. in langen
Reihen  noch erhalten. Sie sind im Ursprung problematisch, denn sie erschei-    
nen ohne erkennbaren  Entwicklungvorlauf.

Problem : Der Kosmos und  die Religion  der frühen  Pyramidentexte  ist ver-
gleichbar mit dem Kosmos in der nordischen Edda um 1000, also  fast 3500
Jahre später. 

                         
                           Horizont  ´tödliches Wasser´   Boot    Urhügel


 1.)  Am  Anfang werden Himmel  und Erdscheibe getrennt  Der Himmel wird
      durch Götter/Säulen/Bäume gestützt. Es wird hell. Mit der Trennung endet

      das Chaos.  Das Leben kann beginnen.

2)   In der Mitte des Urmeeres  erhebt sich  eine  Insel . Es ist der Urhügel auf
      dem die Menschen leben können.

3)  Jenseits  des  Meeres   berührt  der Himmel  am Horizont  für alle  sichtbar
     die  mit Wasser bedeckte Erdscheibe. 
   
4)  Diese physikalisch  logisch erscheinende Konstruktion wird  metaphysisch
    *religiös*, wenn aus ägyptischer´Sicht jenseits des  Urmeeres  am Horizont
    Götter  geboren   werden.   Der Horizont   jenseits   des  Meeres.  erscheint
    dann  als  heiliger  Bereich

5)  Der  Verstorbene  erlangt    Unsterblicheit,  wenn  er  am  Horizont  mit  den
    Göttern  Kontakt aufnehmen kann,  deshalb
                           
                       Das in Nord und Süd entstehende  religiöse Problem:

  Problem  In Nord und Süd                                              

                        Wie komme ich über den ´tödlichen´Ozean ?
                   Ein Transportproblem im Rahmen einer *Naturreligion*.

             

      

    Cheops (2575-2465 v.)        Oseberg, Norwegen 800      (Rekonstruktion)

 Facit: In Skandinavien und am Nil wird im Bestattungsritual ein Boot benötigt

"Dieser gravierte  Stein  von  Engelstrup, derzeit im Nationalmuseum in  Kopenhagen, bezieht  sich  ver-
mutlich auf einen Urspungsmythos, einer Reise über
 das Meer, sowie
auf einen Sonnen- und Schlangen-
kult".

(unveröffentlicher Abdruck von E. Anati, 1956"
Anati, E. Höhlenmalerei , 1997

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           Urmeer

Im Urmeer gibt es  eine gemeinsame  Riesenschlange, die sich  um die  Erde  schlängelt.  Im   Norden  die   Midgardschlange, am  Nil  die Apopis.

Welche   Lebenserfahrungen   bewirkten   am  Nil  und  an  den   Küsten   NW-
Europas den  Glauben, dass im Meer eine Schlange  liegen müsste?   Orkan-
artige  Winterstürme  im Norden, die das durch Deiche noch  nicht geschützte 
Marschland verwüsteten ?  (s.Kimbern und Teutonen?)

In  Ägypten ´erklären´  später  die  Priester,  dass  eine  Schlange  im  Nil  der
Sonne auf ihrem nächtlichen Weg durch die Unterwelt gefährlich werden kann,
denn die Schlange kann  den Nil  leer  trinken  und   damit  die  Bootsfahrt der
Sonne gefährden.
Nun denn:-)

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        Urhügel 
   als Insel im Wasser

Pyramiden Text .1022 " I  am  the  primeval  hill of the land  in the midst of  the
sea  whose hand no earthling have grapsed"

In  späteren ägyptischen Texten wird angenommen, dass die  jährliche Über-
schwemmung  des  Nils Grundlage für  dieses  Bild  gewesen ist.  Nach dem
Ende des Hochwassers taucht das überschwemmte Land wieder auf. (Helck)

Mos.1,9 "Und Gott sprach: Es  sammle sich  das  Wasser unter dem Himmel
an besonderen Örten, daß  man  das Trockene sehe.. Und  es  geschah also".
1,10  " Und  Gott  nannte das Trockene Erde und  die Sammlung der Wasser
nannte er Meer
".

Edda "Sie  nahmen  ( den Riesen)  Ymir-- und  bildeten aus  ihm  die Welt.---
Aus  dem  Blut, das  aus seinen  Wunden  geflossen  war,  machten  sie  das
Weltmeer, festigten die Erde darin und legten es im Kreis  um  sie herum,.--"
(Gylfaginning 8) 

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                                                                                                          Urhuegel

                                  l     

                                          Huegelgrab                         DengHoog, Sylt 2600-2200 v.           von Mastaba zur Pyramide                   

                                                           
                                      
                          Stufenpyramide Djoser 2750 v.      Ziggurat , Dur-Untash 13.Jh.v                     Sumer, Ur. Ziggurat
                            mit  Proto-Dorischen Säulen                     Susa, Iran       
                       
Rekonstruktion, Ziegel. Dreistufig KREPIS

Aus   einem  Grab  unter  einem  Hügel,  eingefasst   durch   einen  Steinkreis,
entwickelte sich  die ägyptische  Mastaba  Ein kastenförmiger Hügel errichtet
über einem Grab.Zur Vergrösserung wurde Kasten auf Kasten gesetzt. Durch
diese  Addition  entstand  die  Stufenpyramide  des  Djosers (2750 v.),  nach-
folgend die typischen, aussen glatten Pyramiden.

                                       Für die  Ägypter waren die 
                            Pyramiden das Symbol des Urhügels.


( Die  Stufen  sollen  die Treppe  zum  Himmel  symbolisieren. Vergleichbar  den gestuften
Ziggurats in Mesopotamien.
))
.

Die bisher älteste  Beschreibung  der ikonographischen Funktion  findet sich
in den Pyramidentexten. In Pyr 1652 heißt es dazu:
"Atum-Chepre,  du  wurdest hoch  als  Hügel, du  gingst  auf  als "benben" im
benben-Haus in Heliopolis
."  

Die Spitze von Obelisken und Pyramiden werden als >benben< benannt.  http://www.chufu.de/Tempel/Kairo/Heliopolis/heliopolis.html

"Atum-Chepre selbst  wird dadurch  mit dem Urhügel, dem Symbol  der Welt- schöpfung  gleichgesetzt. In  Heliopolis ist  ein  solcher  Hügel  archäologisch nachgewiesen   und  die  Pianchi-Stele  überliefert  uns  den  Namen  dieses
Hügels als den "Hohen Sand in Heliopolis"

Otto  verweist  zurecht darauf, daß es  sich  bei  der  Gleichsetzung  zwischen
"benben "
und  dem "Hohen  Sand" um  eine "lokale  Variante"  handeln  wird
Dies erhärtet sich
dadurch, daß kein weiterer der  belegten Urhügel, die tradi-
tionell  wichtige  religiöse
Stätten  markieren, mit dem  benben  gleichgesetzt
wird
 http://www.benben.de/Architektur/Exkurse/benben.html

         

Die  "Rote Pyramide" von  Dashur gilt  als die  erste "richtige"  Pyramide. Im
Schutt fand Stadelmann, der zehn Jahre hier grub, das  zerstörte Pyramidion
(Die Pyramidenspitze)


In sumerischer  Mytholgie war  Nin-khursag  die oberste Göttin. Sie wird als
ERDE  oder  MUTTER-.GOTTES  bezeichnet. Ihr  Name  bedeutet  *Herrin
der heiligen  Hügel*, oder Herrin des Gebirges.
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Das Urmeer der Pyramidentexte erscheint ange-
deutet  auch  auf  der  babylonischen   Weltkarte

700 v.

 Die Welt ist als Kreis dargestelt . Die umgeben-
 den    Meere  werden  "bitterer Fluss"   benannt.
 Oben auf  der Karte  steht die  Bemerkung "
wo
die  Sonne nicht aufgeht" 


Die Stadt  Babylon ist als  Rechteck  nahe  dem
Zentrum abgebildet. Der Euphrat verläuft  mitten
über die Erdscheibe.
Es gibt einen Urhügel s. P.S.)

Babylon


Ankor Wat
, Kambodscha
> Urhügel< mit Heiligtum umgeben vom Urwasser

~1150

.Kultureller Hintergrund  Hindus / Buddismus.

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           Weltachse 

 Für den Betrachter im Norden dreht sich der ´ Kosmos ´um einen Punkt, dem
heutigen Polarstern. Aus Sicht eines Praktikers naheliegend  eine Weltachse

anzunehmen .( Am  Äquator  kann  die " praktische"  Vorstellung einer  Welt-

achse   nicht ent
standen sein .Wenn, dann läge der Betrachter  auf seinem  Rücken )

 In Ägypten trennt ein  Luft-Gott  "Schu" ganz am  Anfang  Himmel   und  Erde.
Shu ist  die personifizierte Weltachse
.
Schu isr der älteste aller Götter.

Pyr. 75
 
"self  created  god  who came into being alone, being  older  than  the
gods,
he who pierced the height of heaven"
Vergleichbar der griechische Titan ATLAS, der das Himmelsgewölbe tragen  musste

Schu darf seinen Platz nicht verlassen.  Er  schwitzt  bei seiner Arbeit   Pyr.80
 It is I who makes the sky light after darkness— the storm-cloud  of  the sky is
my efflux; hail-stormes and  half-darkess are my sweat.—I am  boundI for my
 place of eternity.

Wo  könnte  eine solche   Betrachtung des Kosmos entstanden sein?  Im
Norden  oder im Süden?

Problem : Schu in Ägypten müsste mit  60 Grad nach vorne geneigt  seine
Stemmarbeit am Drehpunkt des Himmels verrichten. Vermutlich schwierig 
für   einen  Priester,  eine  solche  ´verwunderliche´  Arbeitsstellung  einem 
´normal ´ denkenden ägyptischen  Fellachen zu erklären.

Im Norden müsste der tragende Luftgott senkrecht  unter dem Drehpunkt der
Weltachse stehen,  am Nordpol.

In der Edda (um1300)  gibt es  eine  entsprechende   Himmelsäule,  die Welt-
esche
Yggdrasil: "  Das  ist  bei  der  Esche Yggdrasil,  da  sollen  die  Götter
täglich Gericht halten.--------------Diese  Esche  ist
 die grösste  und beste  von 
allen  Bäumen,  seine Zweige breiten  s
ich  über die
  ganze Welt  und reichen 
hinauf über den  Himmel´
(G
ylfaginnig 15)

Irminsäule Der Mönch Rudolf von Fulda (gest. 865), schreibt "Auch einen  Holz-
klotz (oder: Baumstamm)  von  nicht geringer Größe, der in die Höhe aufgerich-
tet  worden  war,  verehrten  sie  ( sc. die  Sachsen)  unter  freiem Himmel,  den
sie in ihrer  Muttersprache , *Irminsul*' nannten,  was  auf Lateinisch ´All-Säule '
bedeutet, da sie gewissermassen das All trägt".

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                                                    Saulen, die symbolisch ein ´Dach´, den Himmel tragen ?

                                                                                              Mythologie,wo entstanden ?
                                                                                                             Vermutung

                                                               a   b

Vorderfront einer Kapelle mt  schlanken Säulen, die mit dem hinteren Viertel
ihres Durchmessers  in
 die  Mauer  eingelassen  sind.  Die Säule  erscheint
nur  als  schmaler, rund
licher Vorsprung in  der Mauer.
Aus technischer Sicht haben
die  >Säulen< keine statischen Tragfunktionen
(Die Mauer kann 5 Mter stark sein.)

( b)  Frei  stehende  Hathorsäule. Wenn  die  Säulenspitze den  Himmel
berührt,  dann  wäre  die Göttin,  wie  die  späteren  christlichen Säulen-

heiligen an der richtigen Stelle himmlisch positioniert.  
(Hathor, Dendera l)

(c)  Grosser  Hof,  Djoser, Teil   einer Gesamtansicht   einer Mauer mit Uräen-
fries (nicht  eingezeichnet)


                                                    

Griechischer Tempel.  Rechts,  Tempel mit  einer Cella  mit  äusseren runden  Halbsäulen. Demnach könnten die rechteckigen Wandvorsprünge  in Ägypten
und  Sumer in  der  mythschen  Bedeutung  tragenden  *Säulen*.
entsprechen                                                                    

Die Vorstellung, dass der Himmel  von Säulen getragen wird findet sich  auch
in der
Edda; 1.Gylfaginning 8.
"Sie nahmen auch seinen Hirnschädel und bildeten den Himmesl daraus, und
erhoben ihn über die Erde mit vier Ecken oder Hörnern, und unter jedes  Horn
setzten sie einen Zwerg, die  heißen  Austri, Westri, Nordri, Südri"

            Vergleichbare Mythologien in Ägypten ,Sumer  und im Norden ---------------------------------------------------------------------------------------------------------

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                                                      Problem

       Ein auf den ersten Blick wohl verwunderlicher Befund 

                               
                                                                   Zeder

Kannelierte    dorische  Säulen. HERA Tempel  (Frau des Zeus) ~600 v.
Der älteste Dorische Tempel in Olympia.

Die  typisch  kannelierten  Säulen sind ursprünglich  vermutlich  aus Holz, später  ersetzt  durch Stein. Es  wird vermutet, dass die vertikal von oben nach  unten  verlaufenden Kanneluren die Baumrinde  symbolisieren

Bonifacius fällt  724 eine  > heilige Eiche < . ES wird berichtet, dass er   84 jährig  von den Friesen erschlagen wurde.

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                                                      Beni Hassan + 1800 v.

                                                                                                              Problem
                                                                                                         Protodorische  
                                                                                                       Säulen
in Ägypten                                     2700 v.

   
                Ägypten. König Djoser.3.Dyn 2700, Sakkara                     Rekonstruierter Eingang
                                                                   Kannelierte Säulen
                a   b
 h                   Fayence Kacheln.  Djoser  ~2700 v.                            Djed-Pfeiler tragen gestirnte Decke

a  )Sakkara.Panell aus blauen Fayence-Kacheln mit einer Reihe Djed-Pfeiler,.
die eine gewölbte Decke tragen. (Himmel ?)
Djoser

b ))Theben, Tal  der  Königinnen.  Grab  der  Nerfertarie   9.Dyn (1306-1186 v. )
Sargraum,   dessen   rechteckige  Pfeiler tragen  eine   gestirnte  Decke . Auf 
dem Pfeiler abgebildet ein Djedpfeiler. 

                Ein  Djed   in gleicher Funktion wie eine kannelierte Säule !

                                     Djedpfeiler        Obelisk        Maibaum
                                                 

          Djed " In Ägypten ursprünglich ein Pfahl, um den stufenweise Getreideähren
        kreisförmig gebunden  sind, erhielt er später eine stilisierte Form. Es handelt      
          sich primär um ein Machtzeichen,in dem man die wirkende  Mächtigkeit des
          Getreides bei Beginn der Ernte  bewahren  wollte.

          Das Ritual des
Aufrichtens des Djed, wie das Schmücken  mit
  bunten Bän-

          dern
  wurde weithin geübt, erhielt aber neue Bedeutung .So erhielt das Ritual

         einmal
einen Platz beim Jubiläumsfest "Sedfest".
(Helck)

         Pyramidentext:  Oh,  Atum  Chepri,  du   bist  hoch  geworden  in  der Höhe, du
         er
strahlst  im  Benben  Stein  (ubenek) , der  im  Phönixhaus  in  Heliopolis ist 
         (hut benu)   
 
Vermuteter Vorläufer der Obelisken 

Der  altägyptische   Name   von  Heliopolis,  des Zentrums des Sonnenkultes
war JUNU; was PFEILER  bedeutet. Gelegentlich findet man dafür auch  die  ausführlichere  Bezeichnung JUNU MEHIT > der nördliche Pfeiler<
 Die ersten Obelisken in der 5.Dynastie ( 2504-2347 v.)   
(Habachi) 

Obelisk < Die Nadel  der  Kleoprata>  ( Obelisk  Thutmosis  III  aus Heliopolis
im Zentral Park in New York)

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Problem I    Wenn   es   zutriftt,  daß   die  Dorer in   der  Urnenfelder   Zeit das
Megalith-Gebiet    der  westlichen  Ostsee  verliessen   und  um 1200 v. auch
Griechenland erreichten dann könnten *verwunderliche* protodorische Säulen  
In  Ägypten auf eine ureuropäische Naturreligion  verweisen. 

Problem II:   Haben  die  kriegerischen   Dorer / Spartaner  um 1000 v.  ihre
Mythologie und  ihre typischen Säulen von  den  Ägyptern  übernommen ?
                Hatten sie keine eigenen religiösen Vorstellungen ?
   
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                                          Sonnenwendfeuer (Schweden)


          

           
                        Süddeutschland                               Weltachse ?                      Schweden

Die *Physik* der Natur kehrt im Europa der Gotik ins  philosophische  Gedan-
ken
spiel zurück. Franz von Assisi spricht mit  den Vögeln  und  Blumen. In  der
Scholastik
darf wieder gelacht werden.

"Nur in einer Zuwendung zur Natur,den wilden Tieren, der Frische der Morgen-
dämmerung  und   den  reifenden   Reben   konnte  die  Kathedralkirche  noch
hoffen,  die  jagenden  Ritter, die  Troubadoure  und  den   alten   heidnischen
Glauben an die Macht der Erdkräfte zu sich zu bekehren"
"(Duby)
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                  Facit :

               Das  proto-europäisch-ägyptische  Kosmosbild

                                 

                   Der Kosmos  in Nord und Süd stimmt überein in vier Merkmalen.

  1) Ein  Urmeer / Erdscheibe wird von der Sonne umkreist.
  2) In  der Mitte des  Urmeeres ein  Hügel.  Der  Lebensraum  der  Menschen..
  3) Himmel  und   Erde  berühren  sich  am  Horizont. Treffpunkt  von Gott  und
      Mensch
  4) Im Ozean die Midgardschlange / Apopis


 5)           Das gemeinsame religöse Problem in Nord und Süd ,
                                       obwohl ~3000 Jahre
 dazwischen:
                             Wie komme ich übers ´tödliche´Wasser
                                        u.a. mit Hilfe eines Fährmannes
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  Pyramiden  Grabgang                                      P.S. Nachtrag zur Weltachse /Lebensbaum

Eine  Weltachse  kann  im  Alten  Ägypten  verbunden  werden  mit dem Gott
Schu, dem Djedpfeiler, vielleicht mit dem Obelisken und  mit  einer einfachen technischen Überlegung.

Der Drehpunkt einer Weltachse wäre aus  technischer Sicht  das Gebiet des
heutigen Polarsternes. In diesem Zusammenhang  verwunderlich die auf den
Nordpol  ausgerichteten Ausrichtung der Grabgänge in
allen Pyramiden.

    

Die  Grabgänge  der  Pyramiden  von  Djoser,  Huni, Snofru, Cheops, 
Mycerinos, Chephren sind  mit einem  Winkel  von  ca.30 Grad  nach Norden
auf den Drehpunkt der Weltachse ausgerichtet  ( dem  Gebiet  des heutugen Polarsternes)  

Vorstellung :  Die  Seele verlässt das Grab. .Zielgerichtet  durch die Richtung
des Grabganges gelangt  sie  im  Norden  in Nähe des Drehpunktes. Diesen Drehpunkt der Weltachse umkreisen Sterne, die nie den Horizont unterschrei-
ten.  Sterne, die nie in  Kontakt mit der Unterwelt  geraten. Folgerichtig, dass
Fixsterne als Symbole der Unsterblichkeit " gehandelt" werden.

Problem: Wo entstand diese Vorstellung ?
Wenn  der  Luftgott  Schu  den  Himmel trägt,  dann  müsste  er  am Nil mit
einem
Winkel  von  60 Grad  nach  vorne  geneigt  seine  Arbeit verrichten !
               Einem normal denkenden Fellachen wohl kaum zu vermitteln.


Pyr. 75 
"self  created  god  who came into being alone, being  older  than  the
                     gods, he who pierced the height of heaven"

Anati, E.                  Höhlenmalerei 1997
Baumgärtel,E
.          Dolmen und Mastaba. Der Alte Orinet, 1926
Braested, J.H.,         Ancient Record of Egypt, II,117, 1906

Duby,G.                   Die Zeit der Kathedralen. Kunst und Gesellschaft 980-1420, 1980
Emery,                    Archaic Egypt 216f, 1964
Habachi,Lahib          Die unsterblichen Obelisken Ägyptens, 2000
Helck,W. Otto,E
.     Kleines Lexikon der Aegyptologie 1999
Lange,K. Hirmer.M.
Ägypten 1978

Montelius, O.
         Die  älteren Kulturperiodn im Orient und  Europa, 1903-1923

Roeder, G
              Urkunden zur Religion des Alten Ägyptens, 1919
Stadelmann,R.        Die Agyptischen Pyramidne, 1991

          kosm-pyr-edda
             30.12.04 update  

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einen  Faehrmann
 
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Heide

P.S.
lberger "Assur-Forschung" im Rahmen des Leibniz-Förderprogramms
                                              :www.uni-heidelberg.
     

 " Außerdem zeigen die Namen verschiedener Tempelteile, daß die Anlage des Assur-Tempels bereits im 2. Jt. v. Chr. nach dem Vorbild des uralten zentralen Heiligtums des sumerischen Götterkönigs Enlil (Tempel Ekur in Nippur) und später auch nach dem Vorbild des babylonischen Zentralheiligtums Esagil (in Babylon) gestaltet wurde. Der Assur-Tempel scheint somit grundlegende, für das gesamte Alte Mesopotamien repräsentative Strukturen aufzuweisen.


Eine Beschäftigung mit mesopotamischen Schöpfungsmythen einerseits und dem im Assur-Tempel, in der Stadt Assur und ihrer Umgebung gefeierten Neujahrsfest andererseits zeigte sehr rasch, daß in den Neujahrsfestritualen der "Mythos von der Schöpfung und Ordnung der Welt" 'reaktualisiert' wurde. Der mythische Raum und mythische Handlungsschauplätze finden somit ihre Entsprechungen in Räumen und Örtlichkeiten der realen Welt. In dem Assur-Tempel und dem Neujahrsfesthaus verschmolz der mythische Raum mit dem 'Faßbar-Realen'. So wurde z. B. der uranfängliche Ort ("Urhügel"), von dem die Schöpfung ausging, im Assur-Tempel als Heiligtum verehrt. An diesem Ort war im Mythos der Schöpfergott zum Götterkönig erhoben worden, und an eben diesem Ort ließ sich der assyrische König von dem Schöpfergott und Götterkönig in seinem Amte bestätigen. Im Ritual des Neujahrsfestes betraten Gott und König gemeinsam diesen "Urhügel". Wie der Gott im Uranfang hier das Schicksal der Welt bestimmt hatte, wurde im Ritual des Festes an dem faßbar-realen Ort des "Urhügels" im Assur-Tempel das Schicksal des Landes und seines Königs für das kommende Jahr durch den Gott festgelegt. Vorzeit und Gegenwart, Götterkönig und irdischer König wurden in diesem Augenblick eins.

Ist der harmonische Dreiklang von Mythos, Ritual und Architektur bzw. Kulttopographie erst erkannt, entdeckt man, daß der Assur-Tempel in gewisser Weise ein 'steingewordenes Ebenbild' des Kosmos darstellt. Sehr ähnliche Konzeptionen bestimmen auch die zentralen Heiligtümer des Enlil (in Nippur) und des Marduk (in Babylon)."