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    UV-Licht, Vitamin D und Rachitis       
                                    oder
Wo entstanden  Menschen mit blonden Haaren ?

Die   Erbanlagen  des  Fühmenschen  in  SO-Afrika  wurden  von den
afrikanischen  Lebensbedingungen geformt, unter   anderem  von der
heissen afrikanischen  Sonne. Irgendwann  verließ der frühe Schwarz-
afrikaner  seine  Heimat  und  wanderte  allmählich u.a. nach  Norden
 in ein Gebiet, in  dem  die Sonne  schwächer  und schwächer. wurde.

Die  Wanderer paßten  sich mit ihrer Hautfarbe der relativ schwachen
Sonnen
strahlung im Norden an. Im  Laufe  von  Jahrtausenden  wurde
aus dem afrikanischen
SCHWARZ ein  mediterranes  BRAUN.
Im hohen Norden wurde  nach der letzten
Eiszeit  aus dem mediterra-
nen ´braun   der  Rentierjäger ein  blasses, skandina
visches  WEISS.
Warum  diese   Veränderungen ? Anpassungen ?

          Aus biologischer Sicht erklärt sich dieser Farbwandel durch die                                                            Darwin´sche Evolutions Theorie
            Pass dich mit deiner Hautfarbe dem Klima an, oder stirb

Unsere afrikanischen Vorfahren´verließen irgendwann den schattigen
Wald und
eroberten die nahrungsreichere Savanne.Sie mussten sich
der  heissen,  schatten
armen  Savanne   anpassen   und  verloren  im 
Verlauf der  Evolution  ihr tierisches
Haarkleid.
  Ein Grund, die nackte Haut verbesserte ihre Fähigkeit zur Kühlung.
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                     TV-Story: Marathon-Lauf in Australien.
                      Wüste .Blauer Himmel .Hoch-sommer
Kein   Problem,  wenn   ausreichend  Wasser  während  des  Laufes
 getrunken werden kann. Der  begleitende  "normale"  Schäferhund
streikt nach einigen Kilometern.

Problem Eine  nackte  Haut  wurde in  der schattenarmen Savanne
direkt  der
 Sonne  ausgesetzt . Ein Sonnenbrand  droht. "Darwin hilft" .
Durch Einlagerung eines 
schwarzen  Farbstoffes (Melanin)  wird  die
Haut geschützt.  Dieser Farbstoff absor
biert in der Haut den  größten
Teil der  Ultra-Violett  (UV) Strahlung und verhindert
 damit  einen töd-
lichen  Sonnenbrand.
  Ein  offensichtlich   notwendiger  und  wirkungs-
voller Schutz,  denn ein weisshäutiger, 
nackter Skandinavier  wird in
der Savanne vermutlich nicht lange überleben.

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Problem.  Während  der  Wanderung gen Norden  wird  eine  dunkle
Haut lebensgefährlich, denn  die  Sonne  ist  Grundlage  zur Synthese 
des   lebenswichtigen  Vitamin D
.  Eine ´neue´,  klimatisch   bedingte 
Krankheit entsteht
im Norden.

                             Rachitis durch Vitaminmangel
                            
http://de.wikipedia.org/wiki/Rachitis

                       

Das Vitamin D entsteht  in den tieferen Schichten  der Haut durch Ein-
wirkung der  ultra-violetten-Strahlung. Die Intensität und  die  Eindring-
tiefe  der Strahlung  hängt  ab  von  der  Hautfarbe.  Eine dunkle  Haut
lässt  durch Absorbtion   weniger Strahlen in  die  tieferen  Hautschich-
ten  eindringen, angenähert nach  der Formel
                Menge Vitamin D = f ( UV-Strahlung / Hautfärbung )

Demnach bleibt die Menge an Vitamin D in etwa unverändert, wenn
beide Grössen - Strahlung und Färbung -  gemeinsam grösser oder
 kleiner werden.

Trotz  unterschiedlicher Strahlungsintensität dringt im obigen Beispiel 
im ´schwarzen´  Afrika  und an der  ´weissen´Ostsee etwa eine gleich-
starke  UV-Strahlung ins Fettgewebe ein. Durch Anpassung der Haut-
farbe  wird ´weltweit´  ausreichend  Vitamin Din der Haut  synthetisiert.

Durch  "Entfärbung " der Haut  kann auch bei den  Post-Magdaléniern
nach  Einwanderung  ins Gebiet  der  westlichen  Ostsee  noch ausrei-
chend  Kalzium  im  Darm  resorbiert  werden . Über  die  Blutbahn im
Knochengewebe abgelagert kann ein jugendlicher Knochen aushärten.

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Problem: Trotz ´ maximal´ entfärbter  weisser Haut ist der Norden bis
heute
ein
 subkritisches Rachitisgebiet (s.unten)

Ein  Anhaltspunkt: Eine  UV-Ganzkörperbestrahlung   stillender  Mütter
während
90 s /Tag führt zum Anstieg des Vitamin D in ihrer Milch inner-
halb von 1-2 Tagen ,
dem  entspricht   eine  Sonnenschein -Exposition 
von   30  min   an  einem  klaren 
Sommertag  gegen  Mittag  in  einem
gemässigtem  Klima. 

Zwischen  November  und  Februar  wird in nördlichen  Breiten in  der
Haut kaum
Vitamin D  synthetisiert, deshalb  sind Kinder, die im Früh-
jahr geboren  werden
im folgendem Winter besonders gefährdet. Ver-
stärkt durch die isoliernde  Winterkleidung . Der Knochen  härtet nicht
aus.
Typisch die rachitischen O-Beine. 

Osteoporose - mehr eine Krankheit des Aöters -  nicht zu verwechseln mit Rachitis.

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weisse Haut
           blonde Haare

Es ist die Darwinsche Theorie, die  das  Zusammenwirken  von  Vita-
min D  und blonden Haaren begründen kann..

Nach  Darwin sind  es zwei biologische Funktionen, die die Erbeigen-
schaften jedes Lebewesens  der Umwelt anpassen. Es  ist das  gene-
tische Zusammenspiel von Mutation und Selektion.


Mutation (Veränderung) Unsere Erbanlagen  schwanken geringfügig
um einen Mittelwert, entsprechend   einem ´Rauschen´ in  der  Elek-
tronik
. Ursache sind genetische ´Schreibfehler´, die beim Übertragen
der genetischen Informationen ständig  vorkommen. Es entsteht eine
Gauss´sche Verteilung.

Durch  die geschlechtliche
 Fortpflanzung  wird  die  Standardabwei-
chung des  genetischen Mittelwertes konstanter gehalten.   Mutatio-
nen nach plus  oder minus  gleichen sich  statistisch  aus
 Dadurch
können sich sich genetisch stabile Arten bilden
.


Angenommen   der  Mittelwert  der  Hautfärbung  im  Gen-Pool  einer 
geographisch  isoliert  lebenden Bevölkerung beträgt
100+/-1.  Ange-
nommen ferner, dass sich zwei Schwestern in der Hautfärbung gene-
tisch geringfügig unterscheiden.
(Bedingt durch eine zufällige (!) Mutation).

Eine hat eine etwas dunklere  Hautfärbung  von 101 und  die  andere
eine etwas  hellere Hautfärbung  von 99.  Auf diesen vom  Betrachter
kaum zu erkennenden  minimalen,  mutationsbedingten  Unterschied
ziehlt die Selektion.  Sie wählt  aus. Ihr  Werkzeug  im  Norden  ist es
die Rachitis.
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Selektion. (Auswahl) Angenommen die beiden Schwestern  werden
schwanger Die  Schwester mit  der zufällig etwas  dunkleren  Hautfär-
bung von 101 kann  - verglichen mit der Schwester - minimal weniger
Vitamin  D  synthetisieren. Sie   ist  dadurch  - zumindest   statistisch - 
etwas  stärker durch Rachitis gefährdet.

Ihr Becken kann durch rachitische  Verformung  der  Beckenknochen
eingeengt sein. Sie kann deshalb das Kind  nicht gebären. Sie stirbt
unter der Geburt. Ihr genetisch ´dunklerer´ Hautfaktor [101] wird nicht
vererbt. In der Folge wird im Laufe von Jahrtausenden der Gen-Pool
der genetisch  isolierten, nordischen  Post-Magdalenier  typisch; alle
sind nach Tacitus  rotblond.
 

              Es bestehen aber biologische Einschränkung.
1.)   Die  beschriebene  Hauentfärbung  wird  
rezessiv   vererbt.  Das
bedingt, beide, Vater  und  Mutter müssen ihr blondes Erbteil übertra-
gen. Nur dann wird das Kind ebenfalls  deutlich blond.  Eine Paarung
mit dunkelhaarigeren Fremden  ergibt das  heutige europäische Bild
Europäer mit mehr oderweniger braunen Haaren.
 

2.) Wenn rezessive Gene in einer Gemeinschaft phänotypisch bestim-
mend  werden, wenn  z.B. nach Tacitus   die Germanen alle blond und
blauäugig waren, dann könnte das Paarungsverhalten eine gewchtige
Rolle gespielt haben. Man  heiratet  nur innerhalb des  Stammes.
 Ein
´Nichtblonder ist  erkennbar ein Fremder.
Die Bedeutung einer
gentischen Isolierung während ieler Generationen wird erkennbar.
Die
vermutete Nordisolation  würde eine solche Hypothese unterstützen
 

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                               Soweit die Grundüberlegungen.

                                               Einwände:

                                 Blonde Haare und blaue Augen
   haben nichts mit der Vitamin D -Synthese im Unterhautfettgewebe
                         zu tun. Haare synthetisieren kein Vitamin D.

Bislang  der  Haupteinwand  gegen  die  Verbindung von BLOND und
Rachitis, aber die Verknüpfung ist - verdeckt-  anatomisch  bedingt.

 Haut, Haar und Auge/Linse entsteht in der embryonalen Entwicklung 
aus  einem gemeinsamen  Keimblatt, dem  Ektoderm.
Demnach  werden -vermutlich-  im  Ektoderm,  Haut, Auge und Haare
gemeinsam  pigmentiert´.  

Bislang  noch eine Vermutung, denn  die Genstruktur und  das Zusam-
menwirken  von  Genen  ist  funktional  noch  nicht  hinreichend  lesbar.
Naheliegend aber die Annahme  dass  das  Ektoderm  als genetische
´Einheit´ eingefärbt werden könnte.
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Inui   leben  im  Polargebiet. Sie  haben  wenig  Sonne, lange  Winter,
schwarze Haare, dunkle  Augen aber sie kennen  keine  Rachitis. Die
Ursache: Ihre  Nahrung  bietet  einen  Überschuss  an  Vitamin  D. u.a
.Lebertran, Dorschleber.

Albinos  entstehen   nicht   durch  Selektion / Mutation sondern  durch
einen Gendefekt.  Die  ektodermale  Farbstoffsynthese  ist  genetisch
massiv  gestört. Ein  stärkerer  Webfehler  in  der  Erbanlage.  Ein  zu
grosser Sprung in der´normalen  Mutationsrate.

Afrikaner mit  blauen  Augen.   Die  Genkombination  von  schwarzen
Haaren  und   blauen  Augen   entsteht  durch   Kreuzung, nicht   durch
 Selektion.  Der Vorgang  einer  Kreuzung  benötigt  eine relativ kurze
 Zeit,  eine  genetisch prägende Selektion Jahrtausende.

Falsche  Ernährung.   Ob  sich    die  blonde   Bevölkerung  im  Gebiet 
der westlichen Ostsee im Neolithikum  falsch ernährte  wissen wir nicht. 
Fest steht  aber, dass die heutige Bevölkerung im Norden auch mit der
modernen Ernährung  den  UV-bedingten   Mangel an Vitamin D  nicht
vollständig kompensieren kann.


Unsere Säuglinge sind im Norden wie im Neolithikum weiter gefährdet.
Deshalb erhalten sie in  den  ersten 18  Monaten  Vitamin  D Tabletten.
Jeden Tag  eine, um  die Gefahr der Rachitis auszuschliessen.
        Ich erinnere mich mit  ´Grausen´ an einen  Löffel mit  gesüßten Lebertran .

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Während   der  Stillzeit   entzieht  die Milchdrüse  dem  Körper  400 mg
Calzium fürs  Kind,  ohne ´Rücksicht´  auf  die Mutter.  Die  mütterlichen
Knochen verlieren Kalzium und werden verstärkt ´ bruchgefährdet´. Die
Gefahr steigt bei mehreren Schwangerschaften.

                 Grossmutters Erfahrung: : Pro Kind  ein  Zahn 

                    Milch  bietet einen Überfluss an Calzium

                      1 kg            enthält  mg  Kalzium

                      Rindfleisch               110
                      Brot                          300

                      Milch                      1200

                      Käse                    10000

Es könnte sein sein, dass  Jäger  als  *Beef-eaters* mit   ihrer  Fleisch-
nahrung
nicht ausreichend Calzium aufnehmen.
(Raubtiere fressen die Knochen !! ) 

Dagegen bietet eine vorherrschende   Milchwirtschaft  ein Überangebot.
Die für Tacitus auffallende Körpergrösse der Germanen könnte mit ihrer
lebenslangen  *Muttermilch*  Ernährung  zusammenhängen.  Biologisch 
betrachtet die biologische  Luxusernährung. Ein Leben lang.

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Facit:  Im  ´hohen´ Noden  entwickelte  sich  eine   neue   Krankheit, die
Rachitis.
 Durch   Entfärbung´ des   äusseren   Keimblattes  (Ektoderm)
wurden    die  einge
wanderten,   ehemals   mediterranen    Rentierjäger 
( Cro-Magnon? )  der  
UV-Strahlung   im   genetisch  isolierten  Norden
angepasst.

                               Bedingt durch die  Rachitis entstand
      im isolierten Gebiet der westlichen Ostsee eine ´depigmentierte´
                         weisse , blauäugige, blonde Bevölkerung
                          Post-Magdalénische Proto-Germanen

 

Branda, R. and J. Eatoil  "Skin Color and Photolysis: An Evolutionary
Hypothesis," Science,  201 1978

Neer, R. M.   "The Evolutionary Significance of Vitamin D, Skin Pigment,
and   Ultraviolet Light," American Journal of Physical Anthropology, 43. 1975


rachitis  update 13.09.04

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weiter   Mensch, Rind und Waldweide, eine kulturpraegendeVerbindung
.Rinder  zerstören  den  Laubwald  und  helfen den  Jägern im Norden zu
überleben


P.S  .Die  ektodermalen  ´blond-Gene´ sind  als  Selektionsfaktor im  Darwin
´schen System nicht lebensnotwendig für das Überleben einer Gemeinschaft
im UV-armen Norden. Sie werden nur rezessiv, nicht dominant vererbt .
Die Rachitis ´stört´ eine Besiedlung des vom Eis befreitem Gebiet  der west-
lichen Ostsee, verhindert sie aber nicht.

Ganz anders die Dominanz des Laktase-Enzyms. In einer Gemeinschaft, die
vorherrschend von der Milch ihrer Tiere lebt, verhungert jeder, der  Milch nicht
verdauen kann.


etr                     x